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(H)auspbauern für Anfänger:
„Jugendliche machen Österreich drei Tage lang zum Schauplatz gelebter Solidarität!“ So lautet die einfache wie bestechende Idee des Projektes „72 Stunden ohne Kompromiss“. Dieses gibt alle zwei Jahre und auch heuer wieder Jugendlichen die Chance an ihre Grenzen zu gehen, Neues auszuprobieren, Fremdes kennen zulernen, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen und neue Freundschaften zu schließen. Das tolle Konzept motivierte einige Jugendliche dazu, nicht zwei Jahre zu warten, sondern dort wo sie die Möglichkeit und die Nötigkeit fanden, sich zu engagieren, die Ärmel hochzukrempeln und zu powern bis zur letzten Sekunde. Langsam hat sich im Zuge dieses Enthusiasmus „(H)auspbauern“ heraus kristallisiert. Es ist selten geworden, dass sich Jugendliche so für die Natur und Tierwelt auf einem Bauernhof begeistern können. Mit „(H)auspbauern“ lebt man allerdings vier Tage lang, auf dem Hof der Familie Trenker in Grametschlag/NÖ, die Ausnahme. Hier hat man einen Weg gefunden Arbeit, Engagement und Spaß zu einem großartigen Paket für Jugendliche zu schnüren. Durch die gemeinsame Zeit und den verschiedenen Projekten, die sowohl Indoor als auch in der Natur, bei den Tieren der Familie und auf dem weitlaufenden Areal, das den Teilnehmern zur Verfügung steht stattfinden, entsteht ein großartiger Zusammenhalt und ein Vertrauen, woraus später, nach den Tagen bei (H)auspbauern, oft Freundschaften werden. Ohne Vorurteile und Misstrauen können neue Bekanntschaften gewonnen, Erfahrungen ausgetauscht und kann einfach nur Spaß gehabt werden. Mit viel Sensibilität und Verständnis wird auch auf etwaige Probleme eingegangen. Manchmal kann durch offene und ehrliche Gespräche, in denen die Ansprechpartner ihren großen Erfahrungsschatz und ihr Wissen gerne mit einem teilen und hilfsbereit versuchen für die Jugendlichen da zu sein, sogar eine Lösung gefunden werden. So vermeidet man Missverständnisse und vereinfacht das Aufbauen von Vertrauen. Wiederum gibt es einem die Freiheit man selbst zu sein, und dem Jugendlichen die Chance eigenständig die Entscheidung darüber zu treffen, in welche Bahnen er sein Leben lenkt und welche Ziele er sich setzt. In diesem Sinne werden auch diese wenigen Tage mit einem klaren Ziel begangen, welches das Renovieren und Erweitern des Hofes, der ein Zentrum für Jugendliche „Jugend am Hof“ ist, darstellt. Dieses zu erreichen verlangt bei jedem (H)auspbauern eine organisatorische Höchstleistung der Verantwortlichen. Verschiedene Bereiche des Werkens ermöglichen jedem sein persönliches Talent zu entfalten und sind Grundvoraussetzungen für das Neuerlernen diverser Handfertigkeiten, doch auch für die Weiterentwicklung des Verstandes. Belebt, durch die Freundlichkeit die man empfängt, durch die Offenheit und das Interesse, welche einem entgegengebracht werden und natürlich auch durch die Landschaft und die Umgebung purer Natur, erfährt man über die zahlreichen Möglichkeiten im Leben und auch schwere Zeiten zu meistern. Doch vor allem, dass als Gemeinschaft und mit einer gesunden Portion Neugierde und Offenheit vieles einfacher zu schaffen ist. So hat man, zwar geschafft von den Strapazen der letzten Tage, aber mit Erfahrungen und Eindrücken fürs Leben, mitgeholfen für einen selbst aber auch für andere Jugendliche einen Ort zu schaffen, wo Akzeptanz selbstverständlich und unumgehbar ist. Wo eine Meinung vertretbar und ein individueller Charakter ein wertvolles Gut ist. Lisa Nemeth Nächstes (H)auspbauern:
(Informationen per eMail)22.05.2008 - 25.05.2008 |
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